Fachbegriffe Lexikon Durchgangswiderstand

Durchgangswiderstand Ist das Verhältnis der an den im Kontakt mit dem Isolierstoff befindlichen Elektroden anliegenden Spannung zu dem zwischen diesen im Isolierstoff verlaufenden Strom (also unter Ausschluss des über die Oberfläche laufenden Stromanteils). Druckverformungsrest Die Bestimmung des Druckverformungsrestes DVR [%] nach DIN 53517 ist ein Zeitstandversuch über 24 Stunden bei 70 C und 72 Stunden bei Raumtemperatur mit konstanter Verformung. Gemessen wird die bleibende Verformung, nachdem die Probe wieder entlastet wird. Elastizität Heißt das Vermögen eines Stoffes zur Rückverformung nach Entfernung einer von außen angelegten mechanischen Spannung. Elastomere Bezeichnung für weitmaschig vernetzte, makromolekulare Stoffe, die durch Einwirkung einer geringfügigen Kraft bei Raum- und höheren Temperaturen sich um mindestens das Doppelte ihrer Ausgangslänge dehnen lassen und die nach Aufhebung des Zwanges wieder rasch und praktisch vollständig in die ursprüngliche Form zurückkehren. Elektrische Leitfähigkeit Wird von Schläuchen dann verlangt, wenn es im Betrieb zu elektrischen Aufladungen kommt und plötzliche Entladungen (Funken) gefährlich oder unangenehm sein können. Man unterscheidet nach EN ISO 8031 zwischen elektrisch leitfähig mit einem Widerstand < 10 6 Ω /m antistatisch mit einem Widerstand < 10 6 Ω /m bis 10 9 Ω /m isolierend mit einem Widerstand > 10 9 Ω /m Nach DIN EN 12 115 werden verschiedene Bauformen leitfähiger Schläuche unterschieden und als M-Schläuche oder Ω -Schläuche bezeichnet. Ein M-Schlauch besitzt elektrisch leitfähige Drahteinlagen, zum Beispiel Metallwendeln, die so eingebracht sind, dass sie sich regelmäßig überkreuzen. Die Einlage ermöglicht eine Ableitung durch Anschluss an die Schlaucharmatur. Bei der Prüfung darf der Widerstand von M-Schläuchen zwischen den Armaturen über die ganze Länge nicht mehr als 100 Ω betragen. Bei stark ladungserzeugenden Prozessen können gefährliche Aufladungen nicht ausgeschlossen werden. Ein Ω -Schlauch besteht aus leitfähigem oder ableitfähigem Material. Er kann zusätzlich mit Metalleinlagen ausgerüstet sein. Bei der Prüfung darf der Widerstand von Ω -Schläuchen zwischen den Armaturen über die ganze Länge nicht mehr als 10 6 Ω betragen. Flammschutzmittel Sind Kunststoff-Additive, welche die Entflammbarkeit und Brennbarkeit von Kunststoffen herabsetzen. Flammschutzmittel können in den Brennmechanismus entweder physikalisch durch Kühlen, Beschichten und Verdünnen oder chemisch durch Reaktion in der Gasphase (Beseitigung der die Verbrennung stützenden energiereichen Radikale) oder in der festen Phase (Ausbildung einer schützenden Kohle- oder Ascheschicht) eingreifen. Flexibilität Erforderlicher Kraftaufwand zur Erzielung des minimalen Biegeradius (je größer der Kraftaufwand, desto geringer die Flexibilität). Fließen / Kriechen Die zeitlich verzögerte, aber noch reversible Deformation eines viskoelastischen Materials unter konstanter Belastung wird als Kriechen bezeichnet. Die bei höherer Belastung auftretende irreversible Verformung wird als Fließen (im kalten Zustand) bezeichnet. Der Fließvorgang führt bei unveränderter Last zum Versagen des Bauteils. 210 Technischer Anhang Fachbegriffe Lexikon D E F